Glasfaserinfrastruktur statt LTE – Sondermann: Geld sinnvoll und langfristig in gutes Internet investieren

Zum dem heute in den Medien aufgerufenen Thema DSL-Ausbau in Thüringen stellt der bündnisgrüne Direktkandidat Norbert Sondermann im Wahlkreis 189 fest:

Die heute beschriebenen weißen Flecken bei einem flächendeckenden DSL Angebot sind seiner Ansicht nach nur die halbe Wahrheit. „Die aktuelle DSL-Verfügbarkeit täuscht darüber hinweg, dass die Übertragungsraten oft sehr dürftig sind. Das stellt sowohl den privaten Internetnutzer als auch Industrie und Gewerbe vor existenzielle Schwierigkeiten“, stellt Sondermann fest.

Die Europäische Union fordert bis spätestens 2020, dass die Bandbreite bei mindestens 30 MBit/s für alle Haushalte liegen und das dann jedes zweite Heim mit mehr als 100 MBit/s online gehen können muss. „Davon sind die ländlichen Regionen in Nordthüringen heute noch meilenweit entfernt“, erklärt Sondermann.

Aus Sicht der Bündnisgrünen sollte daher schnellst möglichst mit einem Ausbau begonnen werden, der vor allem mit Glasfaserkabeln erfolgen sollte. „Der von der Telekom und Co. favorisierte funkgebundene Mobilfunkstandard LTE ist dagegen keine wirkliche Alternative, da sich die Geschwindigkeit durch viele TeilnehmerInnen schnell verlangsamt“, findet Sondermann.

Die notwenigen Investitionen mit dem Kostenargument abzuschmettern, empfindet er als wenig hilfreich. Wichtige Einsparpotenziale sieht er in einer besseren Zusammenarbeit aller Beteiligten. Seiner Ansicht nach müssen „Bauvorhaben besser koordiniert, bestehende Infrastrukturen wiederverwendet und Leerrohre gemeinsam genutzt werden. Zugleich sollte ein Markt für physische Infrastrukturen oder die Nutzung des Potenzials geschaffen werden, das die bereits bestehenden Leitungssysteme anderer Versorgungsbereiche bieten. Zudem bieten Fördermaßnahmen die Möglichkeit bestehende Wirtschaftlichkeitslücken zu schließen“, ist sich bündnisgrüne Direktkandidat sicher.

„Gerade unsere Nordthüringer Region darf in Sachen Internetzugang nicht Entwicklungsland bleiben. Durchaus vorhandenes Geld muss sinnvoll und langfristig investiert werden und das bedeutet am Ende den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur“, stellt Sondermann abschließend klar.

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