Mühlhausen hat Perspektive

Im Zentrum Deutschlands liegt unser schönes Mühlhausen, ein wenig abseits des großen Trubels. Hier kreuzen sich die Bundesstraßen B247 und B249 und bringen einiges an Durchgangsverkehrs. Aber auch Touristen erreichen uns und unsere historische Altstadt auf diese Weise. Für sie gibt es in Mühlhausen sehr viel Sehenswertes zu entdecken und zu bestaunen. Woran wir im Alltag uninteressiert vorbeigehen, das begeistert unsere Besucher aus der Ferne. Zu unserer Pflicht gehört es daher unser historisches Erbe und unsere kulturellen Schätze zu erhalten und zu präsentieren.
Mühlhausen hat wenige Ressourcen, auf deren Grundlage nachhaltige Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Eine überdurchschnittliche Arbeitslosenquote ist leider die Folge. Dies hängt zum Einen mit Standortnachteilen für Unternehmen aufgrund ungenügender Verkehrsanbindungen zusammen und zum Anderen am mangelnden Arbeitsangebot für sehr gut ausgebildete junge Fachkräfte. Perspektivisch muss Mühlhausen junge, innovative Unternehmen anlocken und fördern. Auf diese Weise ist es möglich dem demographischen Wandel entgegenzuwirken. Und vielleicht verliert Mühlhausen dann nicht weitere 20 % seiner Einwohner bis zum Jahr 2030, wie es das Statistische Landesamt Thüringen zur Zeit prognostiziert.
Mühlhausen hat Perspektive. Nicht nur im Tourismus, der auf Thomas Münzer und unserer geschichtsträchtigen Altstadt beruht. Die Marienkirche ist nur eines von vielen Symbolen für die politische und wirtschaftliche Bedeutung und Stärke vergangener Tage. Und aus dieser Vergangenheit kann und muss man lernen. Denn der Wohlstand kam und vermehrte sich durch die Mitgliedschaft in der Hanse. Wer aktiv am Handel teilnimmt schafft Wohlstand und Arbeitsplätze. Nötig sind hierbei Produkte, die am Markt begehrt und gern gekauft werden. Und dabei kann es nur heißen: Qualität statt Quantität. Diese bieten nur gut ausgebildete Fachkräfte in innovativen Unternehmen. Mühlhausen kann es nur gut tun, sich mehr auf seine Wurzeln in der Hanse zu besinnen.
Der Aufbruch in Richtung Zukunft wird ein Prozess sein. Ein Prozess, der in unseren Köpfen beginnt. Und er beginnt bereits bei den Kleinsten, denn sie müssen ihre Heimat lieben, sich für sie einsetzen und hier ihre Zukunft sehen. Eine Zukunft in der es sich lohnt zu arbeiten, in der man die Möglichkeit hat eine Familie zu gründen, Kinder zu bekommen und alt werden zu können. Ja, auch das würdevolle Altern gehört dazu, wie der goldene Sonnenuntergang zu einem schönen Herbsttag.
Der demographische Wandel wird dazu führen, dass sehr viel mehr ältere Mitbürger als heute versorgt und berücksichtigt werden müssen. Dies stellt nicht nur die Gesundheitssysteme, sondern auch die kommunale Verwaltung vor ganz neue Herausforderungen. Gerade in der heutigen Zeit ändert sich soviel so schnell, dass es manch einen schlicht überfordert. Hier muss die Verwaltung ihre Hand ausstrecken und aktiv Hilfe anbieten. Und sie muss ihre Hand sichtbar ausstrecken, d.h. in Form einer transparenten Verwaltung. Man muss mitgenommen werden, sich einbringen können, schließlich geht es um die eigene Heimatstadt. Mühlhausen kann nur funktionieren, wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt und beitragen darf.
Mühlhausen hat Perspektive. Diese Perspektive sieht Grün aus. Denn es hat auch seine Vorteile, etwas abseits des Trubels zu sein. Hier lässt sich nicht nur im Hainich noch Natur genießen. Viele Besucher kommen gerade zum Wandern. Aber Grün steht in erster Linie für Nachhaltigkeit. Eine Nachhaltigkeit, die bei der Art der Energieerzeugung beginnt und sich in allen gesellschaftlichen Bereichen fortsetzt. Nachhaltiges Wirtschaften muss zum generellen Grundsatz werden. Mühlhausen braucht noch viel mehr Unternehmen die sich mit der Region identifizieren und einen langfristigen und sicheren Arbeitgeber darstellen. Identifikation mit Mühlhausen ist ein weiterer Grundgedanke, den man verinnerlichen sollte. Jeder sollte voller Stolz sagen, er komme aus Mühlhausen.
Mühlhausen hat Persepktive. Das wissen wir und wollen dafür auch Verantwortung übernehmen.

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