Mühlhausen verliert Bundeswehrstandort

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziére hat seine Pläne für die Reduzierung von Standorten und Personal bei der Bundeswehr bekanntgegeben. Danach werden in Mühlhausen von derzeit 820 Dienstposten lediglich 6 erhalten bleiben und somit der Bundeswehrstandort verloren gehen.
Dies bedeutet einen schweren Schlag für die Stadt. Die Bundeswehr ist ein kommunal bedeutsamer Wirtschaftsfaktor. Neben den Dienstposten sind von der Schließung viele weitere Zivilangestellte betroffen. Und nicht zuletzt wird dies auch spürbare Auswirkungen für den Einzelhandel und die Gastronomie haben, da die allgemein verfügbare Kaufkraft nachlassen wird.
Soweit man die Schließung des Bundeswehrstandortes nicht mehr verhindern kann, fordern wir Grünen daher, dass hierfür eine Kompensation für Mühlhausen geschaffen werden muss. „Mühlhausen wird mit den Folgen der Schließung des Bundeswehrstandorts zu kämpfen haben. Es ist somit nur logisch, dass die Stadt hierfür einen Ausgleich zu erhalten hat.“ so der grüne Kreissprecher Michael Kost.
Wir Grünen sind uns allerdings auch bewusst, dass ein einmaliger Ausgleich der Stadt weder mittel- noch langfristig helfen wird. „Wir müssen darüber nachdenken, wie wir den Verlust des Bundeswehrstandortes dauerhaft und nachhaltig kompensieren können. Hierfür Konzepte zu entwickeln wird Aufgabe aller kommunalen Politiker sein. Was wir brauchen ist eine starke Idee/ ein Leitbild des zukünftigen Mühlhausen.“, so Michael Kost.

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0 Responses to Mühlhausen verliert Bundeswehrstandort

  1. knut4mhl sagt:

    Moin, ja, der Arbeitsplatzverlust trifft Mühlhausen wiederum derb. Schlimm, auch wenn diese von allen Arbeitsplätzen hier mir – als tendenziell pazifistisch Denkendem – die ungeliebtesten waren. Warum es gerade Mühlhausen getroffen hat, darüber kann man nur spekulieren, immerhin war hier ja noch mächtig investiert worden. Nach dem Verlust der FH, dem Beinahe-Verlust des Landgerichtes, der Verschlechterung der Erreichbarkeit von der Autobahn A4 aus u.a. wirkt es nach außen so, als agiere Mühlhausen in Erfurt nicht immer geschickt…
    Nun gilt es, einen finanziellen Ausgleich zu fordern, aber auch, diesen dann geschickt einzusetzen. Heißt für mich, ihn nicht in Bausubstanz zu investieren, sondern in Prozesse, die selbsttragend und nachhaltig auf die Stadtentwicklung wirken.
    Knut Ewers

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