Winterabschiebestopp ist wichtiges humanitäres Zeichen

Jörg Papendick, der Kreisvorsitzende der kommunalpolitische Vereinigung der CDU, hat erklärt, dass der Winterabschiebestopp der rot-rot-grünen Landesregierung mit Schuld daran sei, dass nicht genügend Unterbringungsmöglichkeiten für Asylsuchende zur Verfügung stehen würden. Dazu erklärt Tino Gaßmann, Mitglied im Kreistag für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

“Der Winterabschiebestopp ist ein wichtiger humanitärer Akt. Einige Gruppen von Asylsuchenden nun gegen andere Gruppen auszuspielen, ist überhaupt nicht hilfreich. Stattdessen geht es nun auf Landesebene und vor Ort im Landkreis darum, für alle Schutzsuchenden bestmögliche Bedingungen für Unterbringung vor Ort, soziale Unterstützung und eine Willkommenskultur vor Ort zu schaffen. Selbst der Gemeinde- und Städtebund Thüringens sieht keine Alternative zum Winterabschiebestopp.”

Insbesondere für Asylsuchende, die der Minderheit der Roma angehören und aus den Staaten des Westbalkans zu uns kommen, ist der Winterabschiebestopp ein wichtiges Zeichen. Gerade dort können im Winter keine sicheren Lebensverhältnisse garantiert werden. Stattdessen erwartet die Menschen Diskriminierung, extreme Arbeitslosigkeit, kaum vorhandene Gesundheitsversorgung und fehlende Bildungschancen sowie sehr schlechte Wohnverhältnisse.

“Diese Verhältnisse führen dazu, dass die Menschen regelrecht aus dem Elend in ihrem Herkunftsland fliehen müssen”, so Tino Gaßmann.

Außerdem weist der Kreistagsabgeordnete darauf hin, dass gerade Deutschland eine besondere historische Verantwortung für die Roma hat: “Schließlich wurden während der Nazizeit systematisch Sinti und Roma ermordet. Insgesamt fielen geschätzte 220.000 bis 500.000 Sinti und Roma dem Rassenwahn der Nationalsozialisten und dem systematisch geplanten Völkermord zum Opfer. Erinnerung bringt auch immer Verantwortung für die Zukunft mit sich.”

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